Warum Hacker 4,5 Millionen Dollar in Bitcoin verlangen

Warum Hacker 4,5 Millionen Dollar in Bitcoin von einem Reiseunternehmen verlangen

Letzte Woche stellte sich heraus, dass die Reisemanagementfirma CWT eine Lösegeldforderung in Höhe von 4,5 Millionen Dollar in Bitcoin bezahlt hat.

Ursprünglich hatten die Hacker 10 Millionen Dollar gefordert, um den Fix freizugeben. Der Kryptohandel ist positiv stabil und das wissen auch die Hacker. Sie sagten, dies sei wahrscheinlich billiger als die rechtlichen Schritte, die sich ergeben würden, wenn ihre Forderungen laut Bitcoin System nicht erfüllt würden, ganz zu schweigen von den Kosten für den Schaden am Ruf der Firma.

Bei den Verhandlungen zwischen den beiden Parteien erklärten sich die Hacker bereit, ihre Forderungen zu senken, da CWT aufgrund der anhaltenden Pandemie-Situation erweiterte finanzielle Schwierigkeiten geltend machte.

Die Analyse der Blockkette ergab, dass die Brieftasche des Hackers am 28. Juli 414 Bitcoin erhalten hatte. Bei dem aktuellen Marktpreis von 11.200 Dollar laut TradingView sind 414 BTC 4,63 Millionen Dollar wert.

In einer Erklärung, die CWT nach der Zahlung veröffentlichte, sagte die Firma, dass die Normalität nun wieder hergestellt sei. Sie versuchte, die Interessenvertreter zu beruhigen, indem sie sagte, dass nach ihren ersten Untersuchungen keine Verletzung der personenbezogenen Daten aufgetreten sei.

„Wir können bestätigen, dass unsere Systeme nach der vorsorglichen vorübergehenden Abschaltung unserer Systeme wieder online sind und der Vorfall nun beendet ist“.

Die Bedeutung der Cybersicherheit in der heutigen digitalen Welt

Die beteiligten Kriminellen hatten eine Sorte Lösegeld, bekannt als Ragnar Locker, benutzt, um Akten zu stehlen und Terminals zu klauen.

Laut dem IT-Sicherheitsexperten Tomas Meskauskas benennt diese Lösegeldforderung Dateien um und verschlüsselt sie, indem sie die Namen der Erweiterungen manipuliert.

„Normalerweise können Opfer von Lösegeldforderungen kompromittierte Dateien nicht entschlüsseln, wenn sie nicht über die richtigen Werkzeuge verfügen, die nur die Cyberkriminellen besitzen, die das Programm entworfen haben. Leider ist dies bei der Lösegeld-Lösungsmittelwerbung Ragnar Locker der Fall“.

Die Opfer haben kaum eine andere Wahl, als zu bezahlen, aber Meskauskas stellt fest, dass die Opfer oft Systeme kostenlos wiederherstellen können, wenn sie angemessene Backups aufbewahren.

Dazu erklärte der CEO von Binance, Changpeng Zhao, dass jedes Unternehmen im Zuge der zunehmenden Digitalisierung seine IT-Praktiken aktualisieren müsse, um solche Vorfälle von vornherein zu vermeiden.

Darüber hinaus hielt es Zhao für notwendig, Bitcoin vom Hack selbst abzugrenzen, um den Zusammenhang zwischen Krypto-Währung und Kriminalität in den Augen der Öffentlichkeit wieder ans Licht zu bringen.

Bitcoin und sein Zusammenhang mit Kriminalität

Wenn es um falsche Eindrücke geht, braucht es nicht viel, um zu sehen, dass Gesetzgeber und Regierungsbehörden oft falsche Informationen über Bitcoin und Kryptowährung haben.

Laut der Website des Weltregierungsgipfels werden Kriminelle aufgrund der Anonymität von Bitcoin angezogen.

„Zunächst einmal sind die Adressen der Bitcoin-Benutzer nicht mit Einzelpersonen oder Unternehmensidentitäten verbunden, und die Personen oder Gruppen, die dahinter stehen, sind schwer aufzuspüren.

Dr. Tom Robinson räumt jedoch mit diesem Mythos auf, indem er sagt, dass Bitcoin in der Tat die transparenteste Zahlungsmethode ist, die jemals entwickelt wurde, und beschreibt sie als pseudonym und nicht als anonym.

„Jede Bitcoin-Transaktion mit einer Partei, die Ihre Identität kennt, lässt Informationen durchsickern, die zur Identifizierung Ihrer vergangenen und zukünftigen Aktivitäten in der Blockkette verwendet werden können. Wenn Sie z.B. Bitcoins an einen Online-Händler, eine Börse oder viele andere Dienste übertragen, die Informationen zur Kundenidentität entgegennehmen, erlauben Sie ihnen, diese Identität mit Ihrem Pseudonym in der Blockkette zu verknüpfen.

Darüber hinaus kam der Autor in einer neueren Studie von Butler mit dem Titel „Krimineller Gebrauch von Kryptowährungen: eine große neue Bedrohung oder ist Bargeld immer noch König?“ zu dem Schluss, dass Bargeld und nicht Krypto immer noch als Zahlungsmittel für Kriminelle an erster Stelle steht.

„Entgegen der landläufigen Meinung zeigt dieser Artikel, dass Kryptowährungen gegenwärtig nur bei einem sehr kleinen Prozentsatz der Verbrechen eingesetzt werden und nicht die große zukünftige Bedrohung darstellen, die viele behaupten.

Bitcoin kämpft bereits darum, sich in der Öffentlichkeit als legitime Anlageklasse durchzusetzen.